Am vergangenen Dienstag, den 7. Juli, unternahm die Klasse 4a einen spannenden Ausflug ins Freilichtmuseum Beuren. Dort nahmen wir am Mitmachprogramm „Lehmbau und Fachwerk“ teil und konnten hautnah erleben, wie früher Fachwerkwände gebaut wurden.
Gleich nachdem wir angekommen waren, nutzen wir eine kleine Wartezeit und besichtigten gemeinsam ein altes Gebäude mit seinem Stall im Erdgeschoss des Hauses, stiegen die steile Stiege (Treppe) zu den Wohnräumen hoch und verglichen die damalige mit der heutigen Einrichtung. Manchen Kindern kamen bestimmte Gegenstände dann doch noch bekannt vor.
Nach einer Einführung durch Frau Müller, die mit uns die Aktion unternahm, teilte sich die Klasse in 2 Gruppen auf. Eine Gruppe unternahm eine Forschungsreise zum Thema mit Fragebögen, während die andere Gruppe sich aktiv an die Verputzung einer Lehmwand machte. Nach einer bestimmten Zeit wechselten dann die beiden Gruppen ihre Aufgaben.
Zunächst durften einige von uns in der aktiven Gruppe eine schon ältere Wand herausgeschlagen, was mit viel „Power“ großen Spaß machte. In der Zwischenzeit schnitten andere Weidenruten und entlaubten sie, während der Rest der Gruppe mit den nackten Beinen Lehm, Sand und Wasser stampfte und so vermischte. Ein besonderes Highlight war der „lebendige Quirl“. Das entsprechende Kind vermengte mit seinen Füßen die Mischung mit Strohresten zu einer zähen Lehmmasse.
Danach wurden die Weidenruten zu einem engen Flechtwerk verarbeitet. Im Anschluss klatschten wir das Lehm-Sand-Stroh-Gemisch von beiden Seiten gegen das Geflecht und bauten so unsere eigenen Flechtwände. Jede der beiden Gruppen gestaltete eine eigene Wand, die zum Schluss noch kreativ verziert und mit der aktuellen Jahreszahl versehen wurde.
Nun müssen die Wände langsam trocknen und werden hoffentlich nicht zu rissig.
Auch wenn am Ende Kleidung, Hände und Beine ziemlich schmutzig waren, waren wir uns einig: Der Ausflug hat großen Spaß gemacht und es war eine tolle Gelegenheit, ein altes Handwerk selbst auszuprobieren!
Müde, wieder sauber und mit frischer Kleidung versehen, ging es mit vielen neuen Eindrücken nach Hause zurück.
Ein herzlicher Dank geht an die fahrenden Eltern und vor allem an die drei Begleitpersonen, die aktiv an dieser Aktion beteiligt waren! Ohne Sie wäre dieser letzte Ausflug in der Grundschulzeit nicht möglich gewesen!
