Am Freitag, den 5. Dezember verwandelte sich unsere Schule in eine einzige große Adventswerkstatt – und wer dachte, es gäbe so etwas wie „zu viel Weihnachten“, wurde an diesem Tag eines Besseren belehrt. Bereits am Morgen war klar: Heute ist kein gewöhnlicher Unterrichtstag. Heute wird gebastelt, gewerkelt, geklebt, gefaltet, gewickelt, geformt – und ja, gelegentlich auch mal versehentlich etwas an der eigenen Hand festgeklebt.

Alle Schülerinnen und Schüler durften sich zwei Projekte aussuchen – und die Auswahl war groß. Vom Schneemann-Mobile, Papiersternen, Sternenbäumen über flauschige Pompom-Figuren aus Holz, leuchtende Windlichter, Nikoläusen und Wichtel aus Naturmaterialien, Bienenwachskerzen, Kantenhocker bis hin zu Weihnachtlichen Schlüssel- und Tannenbaumanhängern, Leuchtenden Tischlichtern und Weihnachtsanhängern Perlen war alles dabei, was Adventsherzen höherschlagen lässt.

Die Klassenzimmer verwandelten sich in kleine Kreativstudios, in denen Schüler und Lehrkräfte konzentriert werkelten – unterbrochen nur von Sätzen wie:
„Hat jemand den Kleber gesehen?“,
„Kann man Acrylfarbe eigentlich abwaschen?“
und dem beliebten Klassiker: „Ich glaub, das sollte eigentlich andersrum …“

Die Atmosphäre war entspannt, fröhlich und herrlich vorweihnachtlich. Am Ende des Werkelns blickten alle stolz auf ihre wunderschönen Kunstwerke, die natürlich sorgfältig – und mit nicht zu übersehender Begeisterung – nach Hause getragen wurden.

Zum Abschluss des Tages traf sich die gesamte Schule im Eingangsbereich zum gemeinsamen Singen. Gerade sollten die ersten Töne erklingen, da hörte man ein leises, feierliches Klingeln vor der Haustür. Ein Raunen ging durch die Menge – und dann stand er tatsächlich da: der Nikolaus persönlich!
Die Aufregung erreichte einen Pegel, der normalerweise nur bei unerwartetem Pausengong vorkommt.

Der Nikolaus trat ein und wurde stimmgewaltig begrüßt: Die ganze Schulgemeinschaft sang „Lasst uns froh und munter sein“, und selbst der Nikolaus musste schmunzeln – so viel Adventsstimmung auf einmal hat auch er nicht jeden Tag.

Die Klassen 2b und 4b trugen Gedichte vor, die sie voller Stolz präsentiert hatten. Danach war der Nikolaus an der Reihe: Mit seinem goldenen Buch in der Hand schaute er nach den guten und den weniger guten Taten der einzelnen Klassen. Zum Glück war er „im Großen und Ganzen sehr zufrieden“ – und alle atmeten erleichtert auf.

Nach einem gemeinsamen Abschlusslied musste der Nikolaus weiterziehen. Doch er ließ natürlich etwas zurück:
Für jede Klasse blieb ein Säckchen da – gefüllt mit einer süßen Überraschung für jedes Kind.

Basteln, Staunen, Singen, Nikolaus – mehr Adventsgefühl geht kaum.
Ein gemeinsames Erlebnis, das die Schulgemeinschaft stärkt, kleine Augen zum Leuchten brachte und große Herzen warm machte. Es war ein rundum gelungener Vormittag.