An einem der heißesten Tage während der diesjährigen Hitzewelle waren wir von Herrn Grüninger auf eine Wiese in Roßwälden eingeladen. Herr Grüninger ist der Papa einer Mitschülerin und ein Hobby-Imker, der momentan 5 Bienenvölker in 5 Bienenstöcken besitzt.

Unter schattigen Bäumen ließen wir uns zunächst nieder und Herr Grüninger berichtete uns, wie das mit dem Imkern so funktioniert, welche Werkzeuge er dafür benötigt und wie man es schafft, ein Bienenvolk anzulegen.

Er zeigte uns auch unbewohnte Rahmen, die noch mit Wachswaben und Nektar gefüllt waren, aber auch mit Bienenlarven.

Wir erfuhren außerdem, dass Bienen nicht nur Pollen und Nektar in der umgebenden Natur sammeln, sondern auch Baumharz. Mit diesem Harz dichten sie ihre „Wohnung“ ab.

Nach all den interessanten Informationen war es endlich soweit: Wir durften in Gruppen und mit Imkerhüten bekleidet ganz nah an die Bienenstöcke heran. Im obersten Geschoss befindet sich der Honigraum. Hier hängen Rahmen darin, in denen die Bienen in Waben den gesammelten Nektar lagern, der mit der Zeit dann zu Honig wird und den der Imker dann irgendwann ernten kann.

Eine Etage tiefer befindet sich der Brutraum. Den haben wir uns näher angeschaut. Herr Grüninger fächerte zunächst Rauch in den Bienenstock, denn der Rauch lenkt die Bienen von uns Menschen ab. Dann holte er einen Rahmen heraus. An dem Rahmen hielten sich tausende Bienen auf. Alle bewegten sich fleißig und zeigten sich geschäftig. Hier war was los!

Und welch Glück! Wir konnten die Bienenkönigin sehen, von der es ja nur eine einzige unter ca. 50.000 anderen Bienen im Bienenstock gibt. Eine Bienenkönigin legt pro Tag etwa 2000 Eier in die Waben. Die Arbeiterbienen kümmern sich um die gelegten Eier, die sich zu Maden weiterentwickeln, sich dann verpuppen und schließlich auch zu einer Biene werden. Außerdem kümmern sie sich rund um die Uhr und ohne Pause auch um ihre Königin, indem sie sie mit Nahrung versorgen und sie an kalten Tagen warmhalten. Welch fleißige Bienen!

Ohne einen einzigen Stich abbekommen zu haben und reich an vertieftem Bienen- und Imkerwissen machten wir uns auf den Rückweg zur Marktschule. Vielen Dank Herr Grüninger, dass Sie uns Ihr wertvolles und interessantes Hobby so beeindruckend und anschaulich näherbringen konnten!